Diese 5 Annahmen über den Klimawandel sind falsch

Hier meine Top 5 der größten Irrtümer über den Klimawandel (von 5 bis 1). Sie werden wahrscheinlich denken „das habe ich woanders schon anders gelesen“. Das ist richtig. Machen Sie sich ihre eigenen Gedanken zu jedem Punkt. Glauben sie nicht mir, glauben sie aber auch nicht alles was sie irgendwo lesen. Hinter den meisten dieser „Irrtümer“ stecken in Wahrheit einfach nur kapitalistische Interessen.

5. Grüner Wasserstoff

Photo by Daria Shevtsova on Pexels.com

Wasserstoff ist nicht grün und auch nur ein Energieträger. Die stetigen Beteuerungen der Politiker, dass Wasserstoff die Zukunft sei, erwecken den Eindruck, als ob Wasserstoff irgendetwas gegen den Klimawandel beitragen könne. Politiker lassen sich gerne mit Wasserstofftankstellen filmen oder erzählen in Talkshows, dass man ja auf grünen Wasserstoff setze und das damit alle Probleme gelöst werden.

Das tut er aber überhaupt nicht. Welche Art von Energiespeicher verbaut ist, wie beispielsweise die Batterie im Elektroauto, spielt tatsächlich so gut wie keine Rolle für den Klimawandel insgesamt. Und damit sind wir schon beim nächsten Punkt.

4. Elektroautos

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Elektroautos müssen mit Strom geladen werden. Der Stromverbrauch in Deutschland ohne Elektroautos sei X kWh. Dann verbrauchen wir in einem Deutschland ohne Elektroautos X kWh. Wenn wir jetzt Elektroautos dazunehmen, steigt der Stromverbrauch um Y kWh. Solange wir aber in Deutschland nicht mindestens X kWh an „Ökostrom“ (also Strom ohne CO2-Emissionen) produzieren, machen Elektroautos überhaupt noch nichts fürs „Klima“.

Beziehungsweise: Das einzig gute an Elektroautos ist die Energierückgewinnung aus dem Bremsvorgang. Ob das allerdings die energieaufwändige Batterieherstellung amortisiert, hängt von der Laufleistung der Batterie ab. Übrigens ist Energierückgewinnung aus Bremsen auch mit einem Hybridauto möglich.

3. Solarpanels auf Wiesen

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Ein schwarzes Solarpanel hat eine Rückstrahlung (Albedo) von knapp 2%. Das bedeutet, dass nur 2% der eingehenden Sonnenenergie ins Weltall zurückgestrahlt wird. Ein Wald hat dagegen eine Rückstrahlung von 10-20%. Damit bleibt dort, wo das Solarpanel steht, 8-18% mehr Sonnenenergie auf der Erde. Das Solarpanel wandelt zwar ca. 18% der Sonnenenergie in Elektrizität um, aber fast alle elektrische Energie endet als Wärmeenergie (z.B. als Reibungswärme). Da es möglich ist, elektrische Energie aus beispielsweise Wasser- und Windkraft zu gewinnen (ohne Verminderung der Albedo), heizen Solarpanels auf Wiesen einfach nur die Erde auf.

Das zurückgestrahlte Licht ist im übrigen keine Wärmestrahlung. Es wird daher nicht durch CO2 in der Atmosphäre gebremst und es trägt nicht zum Treibhauseffekt bei.

Aber nicht nur, dass dadurch bereits mehr Wärme auf der Erde bleibt, darüber hinaus wird die verbaute Fläche nicht für den Pflanzenwuchs genutzt. An dieser Stelle könnten Pflanzen mittels Photosynthese CO2 in binden und dabei Sonnenlicht in chemischer Energie binden. Dadurch würde das globale CO2 in der Atmosphäre reduziert.

Solarpanels auf Wiesen sind also nicht gut fürs Klima, sondern nur gut für den Geldbeutel der Hersteller und der Besitzer.

Wüsten haben übrigens einen noch höheren Albedo von ca. 30%, so dass Solarpanels in der Wüste die Erde nur noch mehr aufheizen.

2. Verbrennung von Biogas

Photo by Kat Jayne on Pexels.com

Biogas entsteht durch die Vergärung von Biomasse, beispielsweise Kuhmist oder „nachwachsende Rohstoffe“. In dem Moment, in dem eine Pflanze die Biomasse hergestellt hat, liegt das CO2 nach der Photosynthese in gebundener Form vor.

Dieses Produkt kann nun entweder aerob abgebaut werden (unter Sauerstoffzufuhr zum Endprodukt CO2 abgebaut) oder anaerob abgebaut werden. Beim Verbrennen von Biomasse entsteht immer CO2. Ob man 1kg CO2-Äquivalent von fossilen Brennstoffen oder 1kg CO2-Äquivalent von Biomasse verbrennt ist letztendlich das gleiche.

Um das zu verstehen, stellen sie sich einfach vor, man hätte die gleiche Biomasse ins Meer gekippt. Sie wäre auf den Grund des Ozeans gesunken und hätte ohne O2-Zufuhr am Grund des Ozeans einen anaeroben Abbau erfahren, und wäre vielleicht irgendwann mal zu Öl geworden. Oder stellen sie sich vor, man hätte den Kuhmist auf der Wiese gelassen, wo er zu Erde wird. Oder man hätte aus den Bäumen statt Brennholz Möbel gebaut.

Biogas und auch Biokraftstoff (z.B. der Anteil in E10) sind also niemals „Klimaneutral“ sondern pro Tonne CO2-Äquivalent genau so schädlich wie fossile Brennstoffe.


Hier gibts noch mehr zum Thema Kühe


1. Decarbonisierung

Der Youtuber Rezo erzählt in seinem neuesten Video: „Alle sind sich einig, dass es am besten nicht wärmer als 1,5° werden sollte“. Abgesehen davon, dass diese Formulierung so ziemlicher Unsinn ist, denn niemand möchte eine neue Eiszeit, ist Rezo aber auch vollkommen auf dem falschen Dampfer. Er erzählt, es gäbe ein Budget, und falls die Menschheit das nicht überschreitet, dann wird die globale Temperatur um nicht mehr als 1,5° steigen.

Das kann aber nicht funktionieren.

Wir sind uns ja einig darin, dass die Temperaturen bereits steigen und dass das Eis am Nordpol bereits rückläufig ist. Und an dieser Stelle gibt es drei Feedback-Kreise, die dafür sorgen, dass der Temperaturanstieg eben nicht aufhört, selbst wenn wir das CO2 entfernen. Der wichtigste ist die Eis-Albedo-Rückkopplung. Diese beschreibt, dass wenn die von Eis (mit einem Rückstrahlungswert von bis zu 90%) bedeckte Erdoberfläche rückläufig ist, die Erde insgesamt wärmer wird, da Wasser und Erde einen viel geringeren Rückstrahlungswert haben. Dadurch schmilzt wieder mehr Eis, und es entsteht ein Teufelskreis.

Bild von User Tovarg auf Wikipedia unter CC BY-SA 4.0

Bildungsserver.de schreibt dazu:

Der rasante Rückgang des arktischen Meereises seit Ende der 1970er Jahre im September um ca. 20% ist zwar durch die globale Erwärmung angestoßen worden, erklärt sich in seinen Ausmaßen aber im wesentlichen durch sich selbst. Das Abschmelzen des Arktis-Eises wird gegenwärtig als der erste nachweisliche Kipp-Punkt der globalen Erwärmung angesehen, d.h. als ein Prozess, der aufgrund seiner Eigendynamik nicht mehr umkehrbar ist.

Bildungsserver.de

Das Schmelzen des Polareises ist nicht mehr umkehrbar. Mit anderen Worten, wir können diesen Kreislauf nicht dadurch unterbrechen, dass wir CO2 aus der Atmosphäre entfernen, denn das CO2 spielt in diesem Kreislauf keine Rolle (mehr).

Darüber hinaus gibt es noch zwei CO2-Rückkopplungen, die man kennen sollte: Die Ozean-CO2-Rückkopplung und die Land-CO2-Rückkopplung. Beide besagen, dass bei steigenden Temperaturen mehr CO2 aus den Ozeanen (gelöst in Wasser, wie im Sprudel) und der Erde (aus gefrorenen Böden, sog. Permafrost) entweicht.

Das bedeutet: Durch menschliches CO2 wurde die Eis-Albedo-Rückkopplung in Gang gesetzt. Diese wird die globale Temperatur erhöhen, bis das Nordpolarmeer eisfrei ist. Gemäß den Erfahrungen der letzten 800.000 Jahre wird das Südpolarmeer und Grönland aber von Eis bedeckt bleiben. Dies führt aber nicht zu einer Erhöhung des Meeresspiegels:

Doch selbst wenn die Arktis eisfrei würde, würde das nicht zum Meeresspiegelanstieg führen. Denn sie besteht zum größten Teil aus riesigen Eisflächen, die ohne Landverbindung das Nordpolarmeer bedecken. Vergleichbar mit Eiswürfeln, die in einem Wasserglas schwimmen. Wenn sie schmelzen bleibt der Pegel im Glas erhalten, weil die Verdrängung des Wassers und die Masse des geschmolzenen Eises gleich bleiben. Hauptursachen für den Meeresspiegelanstieg sind das Schmelzen von Inlandeis sowie die mit dem Temperaturanstieg verbundene Ausdehnung des Meerwassers. Aufgrund der Erwärmung schrumpfen Gletscher und Eisschilde im Inland weltweit und tragen mit ihrem Schmelzwasser zum Meeresspiegelanstieg bei. Gegenwärtig steigt der Meeresspiegel um 3 mm/Jahr, wobei etwa 40 % auf das Schmelzwasser und 60 % auf die Erwärmung des Ozeans zurückzuführen sind.“

Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI)

Tatsächlich gehen namhafte Wissenschaftler davon aus, dass nach einem Schmelzen des gesamten Eises im Nordpolarmeer eine Veränderung der trans- und periarktischen Meeresströmungen einsetzt, welche dann wieder für eine Abkühlung des Norpolarmeers sorgen wird – so wie dies wohl zu Beginn jeder Wärmeperiode der letzten 800.000 Jahre der Fall war.

Ich habe das Bundesministerium für Umwelt in einer Informationsanfrage nach der Eis-Albedo-Rückkopplung gefragt. Die Antwort können sie hier nachlesen. Eigentlich können sie es sich auch sparen, denn in den 459 Wörtern der Antwort kommt Eis-Albedo-Rückkopplung gar nicht vor.

Jetzt fragen sie sich sicherlich, warum dann die umfangreiche Decarbonisierung vorangetrieben wird. Ich mich auch. Und ich lande immer bei einer Frage:

Haben Finanzriesen wie BlackRock und Internet-Riesen wie Google, Microsoft, Facebook, Amazon und co., die selbst kein CO2 produzieren, ein Interesse daran, dass andere Wirtschaftszweige die enormen Kosten einer Umstellung auf CO2-arme Verfahren tragen müssen…?


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Veröffentlicht von Zacharias Fögen

Arzt. Psychosomatiker. Tiefenpsychologe. Verheiratet, Vater von zwei Söhnen. Gegner der Corona-Maßnahmen. Antikapitalist und Antisozialist.

2 Kommentare zu „Diese 5 Annahmen über den Klimawandel sind falsch

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