Offizielle Sterbezahlen 2020: Eine kritische Analyse

Die offizielle Todesursachenstatistik ist da! Nach langer Verzögerung hat es doch noch geklappt. Gehen wir gleich in medias res.

39.758 Menschen an COVID-19 verstorben. Also springen wir direkt rein in die Zahlen mit einem Vergleich der altersstandardisierten Sterbefälle.

Und wie sie sehen, ganz rechts schießt die Kurve steil nach oben, genau das was wir immer gedacht haben, es ist also eine echte Pandemie und hier ist die Bestätigung.

Ach mist, ich sehe gerade, ich habe die X-Achse vertauscht. Rechts ist 2015 und links ist 2020. Das ist jetzt natürlich dumm gelaufen. Was soll ich dazu sagen?

Bevor ich mir etwas sinnvolleres einfällt, noch mal schnell der Hinweis: abonnieren sie meinen Blog (nur 1-3 Mails pro Woche) um auf dem laufenden zu bleiben, und folgen sie mir auf Twitter @ZachariasFoegen.

Wie wir sehen war 2019 ein echt niedriges Jahr, aber 2020 liegt sogar unter dem Mittelwert von 2015-2019. Das ist schon einigermaßen überraschend, denn eigentlich müsste man hier einen Nachholeffekt (die statistisch „Überlebenden“ von 2019) plus knapp 40.000 Coronatote erwarten.

Ich möchte das mit dieser Grafik illustrieren. Die folgenden Daten stammen aus der 14. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung des statistischen Bundesamtes.

Tatsächlich bleiben wir in der Summe 7.908 Todesfälle unter der Prognose. Das bedeutet, wir haben praktisch eine Untersterblichkeit 2020.

Sehen wir uns die Prognose und die Realität in einer Altersstaffelung an.

Todesfälle in TausendPrognoseRealität
Alter2019202020192020
0 – 194444
20 – 5981798282
60 – 74181186188197
75+697701665701

Erst einmal sind die Ergebnisse der Prognose insgesamt gut.

Anhand dieser Zahlen fällt vor allem auf, dass die Altersgruppe der über 75jährigen 2019 deutlich unter der Prognose bleibt (-4,6%), aber in 2020 die Prognose genau erfüllt – wir haben hier weder einen Nachholeffekt aus dem Vorjahr, noch eine Steigerung von COVID-19, obwohl diese Altersgruppe am schlimmsten betroffen ist.

Todesf. 2020 in TausendPrognoseRealitätDavon COVID
0 – 19440
20 – 5979821
60 – 741861975,5
7570170133

Spannender Nebenbefund anbei: 1.248 mal wurde U07.2 COVID-19, Corona-Krankheit 2019, Virus nicht nachgewiesen kodiert.

Diese Menschen sind also als Corona-Todesfälle gezählt worden, ohne dass der Virus nachgewiesen wurde.

Das erstaunliche ist, dass diese 32.863 Covid-Toten über 75 nirgendwo „fehlen“. Auch die Zahl der Toten durch Erkrankungen des Atmungssystems sind „nur“ um 5.000 reduziert. Trotzdem hält die Progose.

Die Sterbefälle der Gruppe 60-74 haben die Prognose dagegen um 11.000 übertroffen, davon aber nur etwa die Hälfte COVID-Fälle. Davon kann man mit ein bisschen kompliziertem Rechnen etwa 2.000 abziehen, die an anderen Atemwegserkrankungen „weniger“ gestorben sind als erwartbar. Diese sind also statt z.B. an Influenza an Covid19 gestorben.

Mein Fazit

Was bleibt? Durch COVID-19 sind etwa 5.000 Menschen zwischen 60 und 75 mehr gestorben als prognostiziert. Das kann man nicht wegdiskutieren. Aber: Über 75% der Todesfälle sind nach Einführung der Maskenpflicht passiert. Mit den FFP2-Masken für Senioren hat die Regierung einen riesigen Fehler gemacht.

Ja, der Virus ist real und ja, der Schaden durch die Maßnahmen auch.


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Veröffentlicht von Zacharias Fögen

Arzt. Psychosomatiker. Tiefenpsychologe. Verheiratet, Vater von zwei Söhnen. Gegner der Corona-Maßnahmen. Antikapitalist und Antisozialist.

2 Kommentare zu „Offizielle Sterbezahlen 2020: Eine kritische Analyse

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