Ein Brief an die Grundschullehrerin

Den folgenden Text habe ich heute morgen an die Schulleitung und (im CC) an die Grundschullehrerin meines jüngeren Sohnes geschickt.

Der Anlass dafür war, dass mein Sohn von der Klassenlehrerin dazu genötigt wurde, sich testen zu lassen. Er ist eigentlich genesen und daher muss er sich nicht testen lassen. Wenn er sich aber nicht testen lässt, so muss er allein sitzen. Als „Sicherheitsmaßnahme“, wegen der „Risikokinder“ in der Klasse. Und überhaupt, schreibt die Rektorin, das war gar nicht so. Ich möge die Klassenlehrerin doch unterstützen.


Sehr geehrte Frau Rektorin,  

Sie bitten mich um Unterstützung. In meiner Eigenschaft als Arzt möchte ich ihnen dazu gerne ein wenig entgegenkommen. Denn Worte wie „Sicherheitsmaßnahmen“ und „Risikokinder“ lassen mich als Arzt doch ein wenig daran zweifeln, ob sie sich der Bedeutung der Krankheitslast unter 5-11 jährigen Kindern wirklich im klaren sind.

Laut STIKO beträgt das Risiko zu versterben in dieser Altersklase 1:100.000 und an PIMS ist in Deutschland noch kein Kind verstorben. Können sie alles im epidemiologischen Bulletin nachlesen, habe ich ihnen angehängt, oder hier nachlesen: https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2022/Ausgaben/01_22.pdf?__blob=publicationFile

Vielleicht hilft zur Einordnung auch mal ein kleiner Vergleich. Wir hatten im ersten Jahr der Pandemie mehr als doppelt so viele Kinder die durch Grippe gestorben sind als durch COVID-19:    

Todesursachen1 bis unter 15 Jahre
Grippe8
COVID-19, Virus nachgewiesen3
Transportmittelunfälle46
Stürze12
Ertrinken und Untergehen36
Vorsätzliche Selbstbeschädigung25
Tätlicher Angriff28

Diese Daten können sie mit dem folgenden Link aus der Genesis-Datenbank des statistischen Bundesamtes abrufen: https://www-genesis.destatis.de/genesis/online?operation=abruftabelleBearbeiten&levelindex=1&levelid=1643615820899&auswahloperation=abruftabelleAuspraegungAuswaehlen&auswahlverzeichnis=ordnungsstruktur&auswahlziel=werteabruf&code=23211-0003&auswahltext=&werteabruf=Werteabruf#abreadcrumb

In Anbetracht dieser Fakten möchte ich in meiner Eigenschaft als Vater über die ohnehin schon extrem zweifelhaften Maßnahmen des Landes hinaus keine weiteren Einschränkungen auf Samu legen lassen. Solange Samu also den Genesenenstatus hat, bestehe ich als sein Vater darauf, dass jegliche Form der Erpressung oder Diskriminierung bezüglich seiner Testung unterbleibt.  

Hochachtungsvoll,   Zacharias Fögen


Interessant ist auch, die Geschichte der Ansteckungen innerhalb unserer Familie.

Zuerst hatte sich mein jüngster Sohn infiziert. Dann haben ich und mein älterer Sohn versucht, uns bei ihm anzustecken. Eine Woche später haben beide Kinder einen PCR-Test gemacht, um sich freizutesten, der war bei meinem älteren Kind negativ, beim jüngeren aber noch positiv. Also zwei Wochen Quarantäne für den kleinen, der ältere darf wieder zur Schule. In der Schule, am übernächsten Tag, bei der nächsten Testung, ist er dann aber auf einmal im Schnelltest positiv.

Also haben wir noch am selben Tag einen PCR-Test gemacht: Negativ. Am nächsten Tag wieder Schnelltest, wieder positiv. Neuer PCR-Test: jetzt auch positiv. Also zwei Wochen Quarantäne für den älteren.

Ich habe es nicht geschafft, mich bei einem von beiden anzustecken. Also bin ich dann Anfang des Jahres auf eine zweitägige Fortbildung gefahren, wo alle geimpft und tagesaktuell getestet waren. Am ersten Tag waren alle negativ, am zweiten Tag war eine positiv. Ich war mit dieser am Vortag in einer Kleingruppe. Und ja, sie hatte mich am Vortrag trotz negativem Schnelltest (tiefer Rachensabstrich) angesteckt.

Also mein älterer Sohn hat eine Inkubationszeit von 10 Tagen, ich stecke mich bei meinen Kindern trotz intensiver Versuche nicht an, infiziere mich dann aber auf einer Fortbildung bei einer negativ getesteten?

Die Ursache liegt meiner Meinung nach in etwas, dass ich noch nicht erwähnt habe. Am Abend des ersten Tages der Fortbildung bin ich durch die Stadt gelaufen, es war ziemlich kalt und trocken. Daher lag ein hoher Verdunstungsdruck auf den Schleimhäuten meiner Atemwege. Auch bei meinem Sohn war erst nach Ende der Quarantäne (und dem frühmorgendlichen Gang zur Schule) der Test positiv.

Anscheinend spielt der Verdunstungsdruck auf die Atemwege eine noch größere Rolle bei der Verbreitung, als dies bisher bekannt ist.

Mehr dazu habe ich in meinem Video erzählt.

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Veröffentlicht von Zacharias Fögen

Arzt. Psychosomatiker. Tiefenpsychologe. Verheiratet, Vater von zwei Söhnen. Gegner der Corona-Maßnahmen. Antikapitalist und Antisozialist.

3 Kommentare zu „Ein Brief an die Grundschullehrerin

  1. Die Erklärungsversuche, wer sich bei wem wann warum angesteckt haben könnte, amüsieren mich.
    Für mich ist die am nächsten liegende Erklärung, dass die Tests einfach furchtbar unzuverlässig sind.
    Ockhams Rasiermesser.
    Wie korrelieren positive Testergebnisse überhaupt mit Erkrankungen?
    Bekommen positiv getestete Menschen signifikant häufiger Atemwegserkrankungen als negativ getestete? Und wenn ja: Auch bei Verblindung?

    Gefällt mir

      1. Spätestens seit dem BBC-Beitrag „BBC Panorama – The PCR Test Fraud“ halte ich es für ein Gerücht, dass der PCR-Test irgendein zuverlässiges Ergebnis liefern soll. In jenem Beitrag guckt sich ein BBC-Mitarbeiter undercover in einem PCR-Testlabor um.

        Aber selbst wenn es nicht so sein sollte – der Test muss sich an der Wirklichkeit beweisen, nicht umgekehrt. Wenn der Test Ergebnisse liefert, für die man immer komplexere Erklärungen bemühen muss, dann ist das ein Hinweis darauf, dass der Test nicht zuverlässig funktioniert – selbst dann, wenn man glaubt, alle Fehlerquellen zu kennen und im Griff zu haben.

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