Was wir über den Impfstatus der Infizierten wissen

Eigentlich wollte ich hier einen normalen Beitrag über den Wochenbericht 46/2021 schreiben und ihnen Grafiken wie diese präsentieren:

Daten: RKI

Diese Grafik zeigt, über die Meldewochen verteilt, den Anteil bzw. Prozentsatz der symptomatischen Infizierten mit bekanntem Impfstatus (entweder ungeimpft oder voll geimpft), die hospitalisiert werden.

Ich hätte dann sowas gesagt wie: Die Impfung schützt, zumindest die Älteren. Die EMA hat jetzt ja die Impfung für Kinder von 5-11 zugelassen, lassen sie uns doch mal schauen, wie gut die Impfung bei den jüngeren wirkt, und dann diese Grafik hier gezeigt:

Daten: RKI

Diese Grafik zeigt die Impfeffektivität, berechnet als (1-(Hospitalisierungsrate Geimpft)/(Hospitalisierungsrate Ungeimpft) pro Woche. Diese Grafik hätte dann gezeigt, dass die Impfung für die 12-17jährigen überhaupt nicht vor Hospitalisierung hilft, so das Kind denn einmal symptomatisch infiziert ist.

Um diese Aussage gegenzuprüfen, denn jemand hätte ja entgegen können, dass die geimpften Kinder viel seltener symptomatisch sind, musste ich dann noch mal auf die Zahlen der Symptomatischen im Detail schauen.

Also habe ich die Zahl der Symptomatischen mit allen Fällen verglichen, und eigentlich steht in der Tabelle „Klinische Aspekte“ des RKI, dass nur etwa in 10-11% der Fälle keine bzw. keine für COVID-19 bedeutenden Symptome auftraten. Eigentlich vernachlässigbar, oder?

Bevor wir uns dieser Frage widmen, nochmal der Hinweis: Abonnieren sie meinen Blog (nicht mehr als 3 Beiträge bzw. Mails pro Woche), das hilft gegen jede Art von Zensur in den sozialen Medien und sie bleiben auf dem Laufenden.

Naja, nur ist mir dabei aufgefallen, dass in KW 46 die „Anzahl mit Angaben zu Symptomen“ 114.508 betrug, in KW 45 aber 131.251. Gehen die Corona-Zahlen etwa zurück?

Daten: RKI

Inzwischen sind bei beiden Erwachsenen-Altersgruppen mehr Geimpfte als Ungeimpfte infiziert. Wie man sieht, beginnen sich die Kurven schon wieder abzuflachen. Aber kann das wirklich sein?

Es stellt sich heraus, dass das RKI eine spezielle Informationslücke hat: Personen ohne Angaben zu Symptomen werden nicht in die Statistik zu Impfdurchbrüchen mit einbezogen. Wie groß ist die dadurch entstehende Lücke?

Daten: RKI

Wie man sieht, ist die Datenlücke riesig. In KW 45 lagen für 63,84% der Infizierten keine Angaben zu Symptomen vor, bzw. ein kleiner Teil davon hatte keine Symptome, und damit hat das RKI keine Angaben zum Impfstatus veröffentlicht.

Aber moment mal, meine Zahlen beziehen sich auf die Personen ü12. Wie ist das denn mit den Kindern die jünger als 12 sind? Kann man einfach über die Differenzbildung herausfinden:

ü12alleu12
Fälle228.419270.01741.598
Symptome und bekannter Impfstatus82.60195.89513.293
Symptome und Impfstatus bekannt in %36,16 %31,96 %

Wir wissen also bei Kindern unter 12 in 31,96% der Fälle, dass sie Symptome haben. Die Kinder sind also nicht „viel seltener symptomatisch“. Schon seltsam, da Kinder eigentlich viel häufiger asymptomatisch sein sollten, und durch die häufigen Testungen bei Schulkindern auch häufiger asymptomatische Kinder erfasst werden sollten.

Mein Fazit

Diese Zahlen sind ein Witz. Wenn für 2/3 der Infizierten keine Angaben zu Symptomen vorliegt, dann liegt hier einfach der Verdacht nahe, dass sich diese 2/3 ungefähr so auf Geimpfte und Ungeimpfte aufteilen, wie die Impfquote in der Bevölkerung ist – und damit besteht praktisch kaum mehr ein Unterschied zwischen der Quote der Infizierten in beiden Gruppen.

Das RKI sollte hier schleunigst Klarheit schaffen und den Impfstatus unabhängig von der Angabe der Symptome angeben.


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Veröffentlicht von Zacharias Fögen

Arzt. Psychosomatiker. Tiefenpsychologe. Verheiratet, Vater von zwei Söhnen. Gegner der Corona-Maßnahmen. Antikapitalist und Antisozialist.

4 Kommentare zu „Was wir über den Impfstatus der Infizierten wissen

  1. Tut mir leid, diesmal komme ich nicht mit:

    Wenn die ersten Statistiken stimmen, dann sind die Verläufe der Geimpften besser, wenn es zur Hospitalisierung kommt.
    Ansonsten scheint die sog. Impfung aber weder gegen Ansteckung noch gegen Weitergabe zu helfen. Sonst gäbe es nicht so viele symptomfreie Geimpfte.

    Dann kann ich aber Ihr Fazit (kaum ein Unterschied) nicht mitmachen.
    Wenn die sog. Impfung bei den Hospitalisierten den Verlauf mildert, ist sie erstmal gut, sofern die Hospitalisierung selbst überhaupt nötig und nicht durch ambulante Behandlung vermeidbar wäre

    Was habe ich nicht verstanden?

    Außerdem:
    Ich bin bisher davon ausgegangen, dass inifizierte Kinder nicht sonderlich gefährdet sind, weshalb die Impfempfehlung in die Kategorie Verbrechen aus Habgier fiele. Stimmt nicht?

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  2. Dieselben „Auffälligkeiten“ gibt es übrigens auch bei der Berechnung der „vaccine effectiveness“ durch die Gesundheitsbehörden im UK: https://eugyppius.substack.com/p/ukhsa-efficacy-stats-death-watch

    Die Arbeitsgruppe um Martin Neil an der „School of Electronic Engineering and Computer Science, Queen Mary University of London hat auffällige Probleme mit der Publikation von Artikeln, seit sie darauf hingewiesen hatten. Derzeit hängen ca. 29 Publikationen im peer review fest — eine sehr bewährte Methode, um nicht genehme Daten und Fakten zu unterdrücken.

    Bei uns an der Front (Maximalversorger) sind 80 bis 90% der Patienten auf der COVID-Normalstation zweimal „geimpft“. Die meisten davon haben relevante Vorerkrankungen wie Diabetes, signifikantes Übergewicht, COPD, Hypertonie, KHK.

    Auf den Intensivstationen finden sich kaum noch echte COVID-Fälle, aber dafür immer mehr schwere Impfkomplikationen. Mittags in der Stadt Schlange am Impfbus zum Boostern, in der Nachtschicht dann um 23.00 Uhr drei davon mit massivem zerebralen Insult in der Notaufnahme. Keiner der drei hat die Nacht überlebt.

    Solche Nächte mit i.d.R. 6 bis 8 schweren Impfkomplikationen (transmurale Infarkte bei 18-jährigen zuvor gesunden Studentinnen, Lungenarterienembolien, Sinusvenenthrombosen) sind das neue Normal und passieren jede Woche. Der Rekord lag bei 14 Patienten in einer Nacht, alle nach Zweitimpfung, alle binnen 24h verstorben. Auffällig dabei: die Betroffenen in solchen Nächten haben immer dieselbe Chargen-Nummer im Impfpass.

    Hinzu kommen noch die ganzen neurologisch Geschädigten und viele „Turborezidive“ bei zuvor ausgeheilten Patienten, die in anderen Abteilungen auftauchen.

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    1. Na klar, mindestens 6-8…. Bei mir im Krankenhaus und ich bin intensivnotaufnahmeoperationsarztpfleger sind es pro Tag etwa 100. Davon können 10 nur überleben weil ich sie notoperiere und die Thromben aus dem Gehirn schneide

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