Wie effektiv ist die Booster-Impfung?

Eine Studie in der medizinischen Fachzeitschrift The Lancet hat den Nutzen von Booster-Impfungen untersucht.

Total unabhängig? Aus der Studie erfahren wir (NB, ND und RDB sind Kürzel für drei Autoren der Studie):

NB, ND, and RDB report institutional grants to Clalit Research Institute from Pfizer outside the submitted work and unrelated to COVID-19, with no direct or indirect personal benefits.

This study was funded by the Ivan and Francesca Berkowitz Family Living Laboratory Collaboration at Harvard Medical School and Clalit Research Institute.

NB and ND collected and analysed the original data. NB, ND, and RDB had access to and verified the underlying data.

Due to data privacy regulations, the raw data of this study cannot be shared.

Pfizer bezahlt ein Institut. Das Institut bezahlt die Studie. Die Wissenschafter, welche als einzige die Daten sehen und auswerten, kommen aus diesem Institut… Transparenz und Unabhängigkeit sehen anders aus.

Na, dann legen wir mal los. So sehen die Rohdaten aus.

2 x geimpft3x geimpft
TestsEventsTestsEvents
Documented Infection935666131771841135
Symptomatic Infection95934334578507514
Hospital Admission23129
Severe disease15717
Death447

Kommen wir nun zur Auswertung. Das folgende Diagramm zeigt (normiert auf 100.000 Tests), wieviele Prozent der Infizierten (d.h. positiver Test) symptomatisch oder hospitalisiert werden bzw. einen schweren Verlauf haben und sterben.

Was fällt sofort auf? Wir haben zwar eine Reduktion des Risikos, Symptome zu haben, hospitalisiert zu werden und einen schweren Verlauf zu haben, aber keine Veränderung bei der Wahrscheinlichkeit zu sterben. Das alleine ist schonmal unlogisch und deutet auf einen Fehler in den Daten hin.

Jetzt hat die Studie aber auch Daten geliefert, die nahe legen, dass sich Personen mit dem 3. Booster viel seltener infiziert hätten. Gut, zu zeigen, dass die Impfung die Wahrscheinlichkeit der Ansteckung nicht reduziert, das wäre ein weiterer Artikel. Aber bleiben wir mal bei diesen Daten.

Das hier sind die Wahrscheinlichkeiten, dass ein symptomatischer Patient hospitalisiert wird, schwer erkrankt oder stirbt.

Wie sie sehen, sehen sie nichts. Deutschland erfasst ja auch die symptomatisch infizierten Geimpften, wie wäre es also mit einem Vergleich?

Ich ergänze daher ein paar Zahlen aus der Analyse in meinem vorherigen Beitrag, den sie auch unbedingt lesen sollten.

Bevor wir weitermachen: Wenn ihnen meine Beiträge gefallen, abonnieren sie meinen Blog, folgen sie mir auf Twitter, und verbreiten sie meine Beiträge. Vielen Dank!

Die folgenden Zahlen sind altersnormiert, das bedeutet, ich habe die Quoten für die beiden Gruppen 18-59 und 60+ getrennt berechnet so angepasst, dass beide dem Verhältnis in der Allgemeinbevölkerung entsprechen. Die Rohdaten sind nämlich verzerrt:

KW43 symptomatisch infizierte18-5960+
ungeimpft255363843
geimpft180236626

Bei dei den über 60jährigen sind nämlich schon 63% der symptomatisch Infizierten geimpft, bei den jüngeren ist es etwa umgedreht, so dass hier natürlich eine Verzerrung entsteht, welche ich im folgenden korrigiert habe.

Für die Hospitalisierungsrate habe ich die Fallzahlen der Vorwoche verwendet, für Sterberate und Schwerer-Fall-Rate (hier: Intensiv-Rate) habe ich die Fallzahlen von vor 2 Wochen verwendet. Diese Anpassung bzw. dieser zeitliche Versatz entspricht dem Verlauf der Krankheit.

Wie sie sehen, gibt es praktisch keinen Unterschied zwischen den Raten der Geboosterten in Israel und der Geimpften in Deutschland. Das ist insbesondere deswegen extrem befremdlich, da die Wirkung der Impfung gegenüber den Ungeimpften aus dem Diagramm ganz klar hervorgeht. Etwa 50% weniger Hospitalisierungen und Intensivfälle und etwa 60% weniger Todesfälle – ein klarer Erfolg!

Wenn also die Wirkung der Impfung eine Reduktion dieser Raten ist, müsste dann die Booster-Impfung nicht auch wieder eine Reduktion dieser Werte bringen? Aber die Grafik eins weiter oben zeigte ja, dass es eben keine signifikante Reduktion gab.

Mein Fazit

Mir drängt sich die Vermutung auf, dass es sich um eine Problematik handelt, die beim „Matching“, also bei der Gruppenbildung entstand. Das hätte ich gerne geprüft, aber die Autoren stellen die Rohdaten nicht zur Verfügung – wegen „privacy regulations“.

Tatsächlich könnte man in der von den Autoren verwendeten Software „R“ das gewünschte Verhältnis von Infizierten zwischen beiden Gruppen einfach einstellen – Aber wer würde denn hier schon betrügen, es geht ja immerhin nur um die Boosterung der gesamten Weltbevölkerung, also mehrere Milliarden Dosen Impfstoff pro Jahr? Sicher nicht der seriöse Pfizer-Konzern, der noch nie, auch nicht unlängst in der Impfstoff-Zulassungstudie, negativ auffiel…


Weitere Beiträge zur Impfung:

Veröffentlicht von Zacharias Fögen

Arzt. Psychosomatiker. Tiefenpsychologe. Verheiratet, Vater von zwei Söhnen. Gegner der Corona-Maßnahmen. Antikapitalist und Antisozialist.

2 Kommentare zu „Wie effektiv ist die Booster-Impfung?

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Erstelle deine Website mit WordPress.com
Jetzt starten
%d Bloggern gefällt das: