Epidemiologisches Bulletin 43/2021: Der Sti-K.O.

Es begann mit einem vielverprechenden Tweet des RKI:

Das RKI verspricht eine Empfehlung mit wissenschaftlicher Begründung im epidemiologischen Bulletin 43/2021. Die höchst zweifelhafte Begründung, warum man die Janssen-Grundimmunisierung jetzt „optimieren“ muss, sieht so aus:

„Zur klinischen Wirksamkeit und Sicherheit (Phase 3‑Studiendaten) des Zwei‑Dosis‑Regimes für die COVID‑19 Vaccine Janssen liegen bisher keine publizierten Originalarbeiten vor. Die STIKO wird diese Daten sofort nach Verfügbarkeit bewerten. […] Beide Impfschemata sind derzeit nicht von der Zulassung gedeckt (off-label‑Anwendung).“

Epidemiologisches Bulletin 43/2021 S. 13 (entspricht Seite 2 im oben verlinkten PDF)

Also mit anderen Worten, die STIKO empfiehlt eine Impfung, für die weder zur Wirksamkeit noch zur Sicherheit zuverlässige Daten vorliegen und für die auch keine Zulassung vorliegt?

Man stelle sich einmal vor, der TÜV würde ein Auto zum Straßenverkehr zulassen, obwohl er weder zur Sicherheit noch zur Verkehrstauglichkeit zuverlässige Daten hat – also praktisch mit der Begründung, es hat ja vier Räder und einen Motor. Deutschland 2021.

Ich habe mir auch nochmal die Details angeschaut, die sind noch viel interessanter, aber ich möchte an dieser Stelle nochmal darum werben, mir auf Twitter zu folgen @ZachariasFoegen und meinen Blog zu abonnieren (nur 1-3 Beiträge bzw. Mails pro Woche).

Der Hammer im Kleingedruckten

Also nun zu den Details – und es ist ein Offenbarungseid.

Auf Seite 39 veröffentlicht das RKI die Daten für „Impfdurchbrüche“ für das COVID-19 Vaccine Janssen für den Zeitraum 33. – 38. KW 2021. Das RKI zählte 5.890 Impfdurchbrüche, das entspreche 3,9% der symptomatischen COVID-19-Fälle mit Angabe des Impfstatus. Der Anteil vollständig geimpfter in der >17 jährigen Bevölkerung sei 4,3%. Damit kommen RKI und StiKO auf eine Effektivität der Impfung gegenüber symptomatischen Infektionen von 2%.

Der verzweifelt wirkende Versuch, eine „maximale Impfeffektivität“ zu berechnen, die dann 36% beträgt, ist wohl eher der Versuch, zu verdecken, was ich von Anfang an gesagt habe: Die Impfung liefert keinen Schutz gegen Ansteckung. Dies wird in der Studie von Gommermann et. al. deutlich:

Aus: A mucosal antibody response is induced by intra-muscular SARS-CoV-2 mRNA vaccination by Gommermann et. al.

Die Grafik zeigt die Spiegel von IgA im Speichel bei negativen Kontrollen, bei Genesenen und bei Geimpften (in dieser Reihenfolge), jeweils für Rezeptor-binding-Domain (links) und Spike-Protein (rechts).

Die Impfung produziert nicht in signifikantem bzw. nennenswertem Maß IgA Antikörper im Speichel. Aber nur IgA-Antikörper würden das Virus bereits im Speichel neutralisieren und eine sterile Immunität vermitteln.

Dass eine muskuläre Impfung das nicht kann, ist eigentlich schon seit vielen Jahrzehnten bekannt und ist der Grund, warum die Polio-Impfung eine Schluckimpfung war, als es noch Polio bei uns gab. Erst danach wurde die Impfung auf die Spritze umgestellt.

Die Frage ist, warum fällt das jetzt auf einmal auf?

Nun, ein Grund dafür ist, dass das RKI auf meinen Tweet „reagiert“ hat:

Dadurch, dass man jetzt trennt zwischen „nicht geimpft“ und „unbekannter Impfstatus“, sind die Zahlen gesunken. Der nächste Punkt: Es stecken sich vornehmlich junge Menschen an, und mit den anderen Impfstoffen sind vornehmlich die älteren geimpft. Aber bei Janssen sieht das anders aus.

93% der o.g. Impfdurchbrüche ereigneten sich in der Altersgrupe 18-59 Jahre (Klar, weil sich primär die Jungen infizieren). Aber >80% der Janssen-Geimpften sind unter 60 Jahren alt.

Tatsächlich ist es aber mit den Daten möglich, auch die anderen Vakzine zu demaskieren. Sehen Sie sich die Tabelle an:

Epidemiologisches Bulletin 43/2021 Seite 39

Aus der Tabelle kann man mit dem Taschenrechner folgendes berechnen: Bei Comrinaty wurden demnach 4,5% hospitalisiert, bei Spikevax 2,7%, bei Vaxzevria 4,3%, bei Janssen 3,7% … und bei den Ungeimpften 6,3%.

Damit ergibt sich ein Schutz vor Hospitalisierung, wenn man sich erst mal infiziert hat, entsprechend der folgenden Tabelle:

ComirnatySpikevax Vaxzevria Janssen
Prozent hospitalisiert4,5%2,7%4,3%3,7%
Reduktion zu Ungeimpft25,5%57,1%31,7%41,2%

Anmerkung: Die Impfung (würde sie Infektionen verhindern) könnte ja auch nur den Zeitpunkt der Infektion nach hinten verschieben, nicht aber die Infektion auf ewig zu 95% vermeiden. Von daher ist diese Angabe die einzig relevante.

Der Schutz vor Hospitalisierung ist also recht gering, ich gehe aber davon aus, dass der Schutz eigentlich bei 70% liegen müsste, wie die Zahlen aus England zeigen (siehe Beitrag anbei). Funktionell unterscheiden sich die Vakzine ja alle nicht, alle produzieren mit mRNA das gleiche Spikeprotein. Der Unterschied zu 70% hier entsteht durch eine nicht repräsentative Teilnahme der Gruppen am Infektionsgeschehen (altersbedingt) bzw. am Testgeschehen (2G/3G-bedingt).

Mein Fazit

Mit dieser Empfehlung macht die ständige Impfkommission klar, dass sie jegliche Unabhängigkeit verloren hat und nur noch eine Marionette der Pharmaindustrie ist.


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Veröffentlicht von Zacharias Fögen

Arzt. Psychosomatiker. Tiefenpsychologe. Verheiratet, Vater von zwei Söhnen. Gegner der Corona-Maßnahmen. Antikapitalist und Antisozialist.

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